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Frauenrechte · Engagement für Frauen in Nicaragua

Die lange, nicht beendete Geschichte unserer Frauenrechtsprojekte in San Marcos

Für die beiden Vereine APRODIM und Eine-Welt-Haus, die sich für die Städtepartner-schaft zwischen Jena und San Marcos einsetzen, ist es selbstverständlich, dass wir bei allen unseren Vorhaben die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen bedenken. Da das nicht genügt, begleiten wir seit Beginn unserer Kooperation Projekte, die sich aus-schließlich an diese Zielgruppe richten. 

Alles begann im Jahr 2000

Wir als Projektverantwortliche im Eine-Welt-Haus hatten mit APRODIM bereits einige kleinere und wenige größere Projekte erfolgreich begleitet und zu Ende geführt. Da wir keine Profis auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit waren und sind, waren unsere Aktivitäten anfangs recht ungeordnet.
Ein besseres Verständnis der Lebensbedingungen in unserer Partnerstadt und eine wachsende Arbeitsfähigkeit der beiden Vereine erlaubten es uns, die Aktivitäten auf konkretere Ziele auszurichten: Bildung, Umweltschutz, Frauenrechte, Wirtschafts-förderung.

 

PROMUJER: Für die Frau - und gegen familiäre Gewalt

So lassen sich Projektgedanke und -ziele des Frauen-rechtsprojekts auf den Punkt bringen, das wir gemein-sam mit APRODIM in den Jahren 2000 bis 2010 in San Marcos organisierten.
Innerfamiliäre Gewalt ist, besonders in den ländlichen Gemeinden Nicaraguas, leider keine Seltenheit. Darunter leiden Frauen und Kinder, die der Gewalt ihrer Ehemänner und Väter ausgesetzt sind, sei es durch Drohungen und Erpressungen oder durch physische Übergriffe.
Das Ziel von PROMUJER war es daher, in unserer Part-nerstadt gegen die innerfamiliäre Gewalt vorzugehen, Betroffenen zu helfen und die Rechte von Frauen und Kindern zu verteidigen.

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Das Kleinkreditprojekt PROFIMESAMA

In der Analyse von PROMUJER haben wir gesehen, dass es nicht reicht, wenn Frauen ihre Rechte kennen. Aus den Berichten der Projektverantwortlichen mussten wir erfahren, dass einige der Frauen, die sie teilweise über Jahre begleitet hatten und vor Gericht helfen konnten, doch zu ihren Männern zurückkehrten, zurückkehren mussten: was nützt es einer Frau, ihre Rechte zu ken-nen, wenn sie finanziell oder in der Wohnsituation von ihrem Mann oder im schlimmsten Fall von demjenigen, der sie ausgebeutet oder geschlagen hat, abhängig ist und sich deshalb nicht von ihm trennen kann?
Um Frauen also ökonomisch und sozial zu stärken, begannen wir im Jahr 2011 das Kleinkreditprojekt PROFIMESAMA   

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Die Frauenkooperative CACSAM

Das Kleinkreditprojekt war ein riesiger Erfolg: die Mehr-zahl der Solidargruppen blieb stabil, durch die Rück-zahlungen der Kredite und Zinsen hatte sich ein solider finanzieller Grundstock gebildet. Und, am wichtigsten: viele der Begünstigten wollten weitermachen.
Deshalb beschlossen wir nach Rücksprache mit den Geldgebern, die Mittel aus den Rückzahlungen in eine Genossenschaft einzubringen: CACSAM, die Spar- und Kreditkooperative von San Marcos, führt die Aktivi-täten von PROFIMESAMA weiter. Die Mitglieder erhal-ten zinsgünstige Darlehen und werden betriebswirt-schaftlich beraten. Wichtig ist ihnen auch die Gewissheit, in einer Solidargemeinschaft füreinander einzustehen und so Krisen gemeinsam zu bezwingen.

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