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Radio "Stereo Solidaridad"

"Wenn ein Radio die Teilnahme der Bürger fördert und ihre Inter-essen verteidigt; wenn es sich zur Aufgabe macht, den Geschmack der Mehrheit mit Witz und Hoffnungen zu treffen; wenn es wahrhaft berichtet; wenn es hilft, die Tausend und ein Problem des Alltags zu lösen; wenn im Programm alle Gedanken behandelt und alle Mei-nungen geachtet werden; wenn die kulturelle Vielfalt statt der Ver-einheitlichung der Vermarktung angeregt wird; wenn die Frau Trägerin der Kommunikation ist und nicht bloße Dekoration oder Lockvogel der Werbung; wenn keine Form der Diktatur toleriert wird, nicht einmal die Musik von den DJs aufgezwungen wird; wenn die Worte Aller ohne Diskriminierung und Zensur fliegen - dann ist es ein 'Radio comunitaria'."

José Ignacio López Vigil, Koordinator von AMARC

 

Ob der damalige Oberbürgermeister der Stadt Jena, Dr. Albrecht Schröter, und der Vorsitzende des nicaraguanischen Vereins APRODIM, Dr. Roberto Vásquez, bei ihrem Gespräch in San Marcos im Jahr 2006 diese Worte von José López kannten, ist ungewiß. Jedenfalls antwortete Roberto Vásquez auf die Frage von Dr. Schröter, was in San Marcos fehlt: ein Bürgerradio.

Damit war der Grundstein für die Errichtung eines kommunalen Radiosenders in der nicaraguanischen Partnerstadt von Jena gelegt. In der Folgezeit entwickelte sich aus dieser Idee eine internationale Unternehmung, denn der finanzielle Beitrag zur Errich-tung des Bürgerradios in Höhe von ca. 30.000 Euro wurde von der Stadt Jena zusam-men mit den europäischen Partnerstädten von San Marcos, Helmond/Niederlande und Biel-Bienne/Schweiz, erbracht.


Nun begann die Arbeit, die sich über mehrere Monate hinzog - denn der Aufbau eines Radiosenders ist auch in Nicaragua nichts Alltägliches. Zum Beispiel mußte die gesamt Sendetechnik im Ausland gekauft und durch den Zoll gebracht werden.

Ohne die Hilfe von gestandenen Radioprofis hätten wir das nie geschafft. Wir sind Torsten Cott vom Offenen Kanal Jena, Mario Kaufmann und William Grigsby vom Radio       La Primerisima Managua dankbar für die technische und inhaltliche Unterstützung, mit der sie das Gelingen dieses Projekts möglich gemacht haben.

Doch der Aufwand hat sich gelohnt: nach etwa einem Jahr intensiver Arbeit nahm der Sender "Radio Solidaridad 104,5" im Frühjahr des Jahres 2009 seine Arbeit auf: "Radio San Marcos geht auf Sendung"


PROFIL DES RADIO SOLIDARIDAD SAN MARCOS CARAZO

FÜR DIE ZÄRTLICHKEIT DER VÖLKER

RADIO SOLIDARIDAD ist ein Kommunikationsprojekt des Vereins APRODIM und entstand Dank der Brüderlichkeit der Bevölkerung der Städte Jena, Deutschland, Helmond, Holland und Biel/Bienne, Schweiz, mit denen wir Städtepartnerschaften haben.

Unser Radiosender arbeitet seit dem Jahr 2009 und ist ein Medium, das sich auf kulturellem, pädagogischen, informativen und Unterhaltungsniveau für die unter-schiedlichen sozialen Sektoren von San Marcos und der südlichen Region von Nicaragua etabliert hat.

ZIELE DES RADIOS: Möglichkeiten der Kommunikation durch verschiedene Programm-räume entwickeln, welche die Themen soziale Ordnung, Umwelt und Erziehung einbe-ziehen, verbunden mit einer hohen Verantwortlichkeit und Ethik bei der Rundfunk-arbeit; dabei repräsentieren wir alle Standpunkte der Information.

Das bedeutet, dass wir vor allem diejenigen Komponenten priorisieren müssen, die von sozialem Interesse sind und die Möglichkeit für einen gesellschaftlichen Wandel repräsentieren.

Ein ständig wiederkehrender Programmpunkt sind Kampagnen zur Erhöhung des Bewusstseins für die Umweltverschmutzung, die Müllbehandlung, Recycling, Wiederaufforstung.

Zu den Punkten, die wir uns vorgenommen haben, gehört die Erhöhung unserer Reichweite und des Potentials des Senders, um ein größeres Territorium abdecken und so unsere aktuellen sowie die zukünftigen Zuhörer besser versorgen zu können.

Außerdem möchten wir unser Programm diversifizieren, um so die Sendezeiten verlängern zu können. Derzeit senden wir 12 Stunden lang von 6 bis 18 Uhr. Unsere Zuhörer fragen nach Sendungen am Abend, aber das hängt von verschiedenen Aspekten ab und bedeutet vor allem höhere Kosten.

UNSERE POLITIK: Wir wollen unserer gesamten Hörerschaft dienen, ohne politisches oder religiöses Glaubensbekenntnis.

DAS PERSONAL IM RADIO SOLIDARIDAD

Derzeit haben wir vier Mitarbeiter, die sich für ihre Arbeit engagieren und mit ihren eigenen persönlichen Erfahrungen zum Radio Solidaridad beitragen, damit dieses ein solides und konkurrenzfähiges Projekt in der Skala der Kommunikationsmedien der Region ist.

 

 

 

 

Er gehört seit Anfang an zum Radioprojekt. Marlon ist für die Frühschicht verant-wortlich und entwickelt die Nachrichteninhalte, die Interviews und wählt die Musik für die Programme aus. Zu seinen Aufgaben gehört es auch, die verschiedenen Themen, über die berichtet werden soll und die von Interesse für die Bevölkerung sein könnten, auszuwählen. Dazu hält er die Verbindung zu verschiedenen Institu-tionen aufrecht.

 

 

 

 

Sie hat unter anderem Journalismus studiert und verantwortet die Nachmittags-schicht. Ihre Aufgabe ist es, die Kontrolle in der Sendekabine zu übernehmen, sie ist Sprecherin und erarbeitet Nachrichten sowie Musikbeiträge.
Virginia hat ein Praktikum in unserem Radio gemacht und arbeitet seit Januar 2020 von montags bis freitags mit uns.

 

 

 

 

Sie hat Journalistik studiert und ist für die Vormittagssendungen am Wochenende verantwortlich. Idalia gestaltet Musikprogramme und ist Sprecherin. Sie gehört seit Anfang an zu unserem Projekt, ein weiteres Mitglied der APRODIM-Familie und der Radio-Familie.

 

 

 

 

Sie arbeitet seit fünf Jahren mit uns und ist für die Wochenendprogramme verant-wortlich, als Sprecherin und Gestalterin von Musiksendungen.

Internetseite von Radio Solidaridad: https://radiosolidaridad1045.wordpress.com/


andere Radiostationen aus Nicaragua, die über das Internet empfangen werden können:

    "La Nuevo Radio Ya", Managua       http://nuevaya.com.ni
    "Radio Nicaragua", Managua          http://www.radionicaragua.com.ni
    "Radio La Primerísima", Managua   http://www.radiolaprimerisima.com


"Mehr rauschen als Flimmern"  - die Bedeutung von Radios in Nicaragua