Zum Hauptinhalt springen

Marcos Sebastian Blas Espinoza

Marcos wurde im Jahr 2014 geboren. Aufgrund eines Sauerstoffmangels unter der Geburt litt er an postnatalen Krämpfen. Seine Mutter stammt aus armen Verhältnissen. Deswegen konnte sie sich während der Schwangerschaft nicht adäquat ernähren, was zu einer Entwicklungsstörung ihres Kindes beitrug.

Juni 2017: Als der Junge in das Gesundheitsprojekt aufgenommen wurde und die Pro-jektmitarbeiter ihn das erste Mal sahen, war er sehr unsicher und weinte viel in der Anwesenheit ihm fremder Menschen. Er konnte alleine sitzen, sich aber nicht lange aufrecht halten. Er hatte eine Steifigkeit beider Beine. Seitdem kommen seine Mutter oder seine Großeltern mit ihm regelmäßig zu den Therapiesitzungen in der Behinder-teneinrichtung von San Marcos.

August 2017: Die Projektmitarbeiter, Arlen und Serguei, beginnen, mit ihm zu üben. Er lernt, einfache Worte adäquat zu verwenden und Gegenstände zu benennen. Der Aufenthalt in der Behinderteneinrichtung dient auch dazu, soziale Kontakte zu anderen Kindern zu erlernen und zu pflegen.

Oktober 2017: Das Ziel der Übungen mit Marcos besteht darin, seine Sprache zu ent-wickeln. Er lernt unter Anleitung und in Anwesenheit seiner Mutter, Stuhlgang und Wasserlassen zu kontrollieren.

Dezember 2017: Der Junge spricht schon wesentlich besser und spielt während der Therapieeinheiten mit den anderen Kindern. Er kann die Namen von ihm nahestehen-den Menschen wie auch von Spielzeugen nennen.

Februar 2018: Marcos kann über längere Distanzen krabbeln und kriechen, er isst und trinkt selbstständig.
Die nächsten Ziele sind, dass er sich aufrecht halten kann und ohne fremde Hilfe laufen lernt.
Er benötigt orthopädische Schuhe und Schienen, um die Fehlstellungen von Beinen und Füßen zu korrigieren.

August 2018: Der Gesundheitszustand von Marcos Sebastian ist sehr gut. Tagsüber kümmert sich seine Großmutter um ihn. Für die Besuche im Zentrum für Frühförderung ist seine Mutter verantwortlich.

Seine Behandlung in der Behinderteneinrichtung wird weitergeführt. Im Ergebnis sucht er zielgerichteter nach Spielzeug und anderen Objekten. Das Ziel besteht darin, dass er weiterhin aufrecht sitzen und den Kopf gerade halten kann.
September 2018: Marcos Sebastian krabbelt inzwischen durch das ganze Haus und macht gerade eine sehr freche Phase durch...

Am 14. September wird die Unabhängigkeit Mittel-amerikas gefeiert. Am üblichen Straßenumzug nehmen auch die Kinder aus der Behindertenschule teil.

Marcos wird von Dr. Roberto Vásquez, einem Kinder­-orthopäden, untersucht.

März 2019: Marcos Sebastian krabbelt jetzt besser und kann sich länger ohne Hilfe auf den Beinen halten. Der Mutter wird empfohlen, dass Marcos immer festes Schuhwerk trägt, damit die Erfolge anhalten.

August 2019: Wie viele andere Kinder hat auch Marcos Sebastian während der Regenzeit virale Infekte gehabt. Seine Mutter ist im 7. Monat schwanger, weswegen sie nicht regelmäßig mit ihrem Sohn zu den Therapiesitzungen kommen kann.

Das Verhalten von Marcos hat sich verbessert: Er hat inzwischen weniger Probleme damit, wenn seine Mutter sich von ihm entfernt und andere Menschen im gleichen Raum sind.

Er bewegt sich selbständig durch das Haus seiner Familie und kann stehen, wenn er sich dabei an Gegenständen festhalten kann. Die Laufübungen am Barren fallen ihm jetzt leichter, auch wenn er noch Probleme mit dem Gleichgewicht hat.

Auch seine Sprachentwicklung ist zufriedenstellend. Marcos kann inzwischen alle Gegenstände und Spielzeuge, mit denen er häufig zu tun hat, zuverlässig benennen.

November 2020: Marcos Sebastian konnte aus dem Projekt entlassen werden. Er hat sich in den vergangenen Monaten so gut entwickelt und wurde von Arlen sowie Serguei so gut betreut, dass er inzwischen in eine "normale" Vorschule in seinem Stadtviertel gehen kann.
Serguei und Arlen besuchen die Familie ab und zu, um sich über die aktuelle Situation zu informieren.