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verbesserte, holzsparende Herde

 

Der größte Teil der nicaraguanischen Bevölkerung, vor allem arme Familien, kochen nach wie vor mit Holz.

Dabei werden traditionell einfach gebaute Feuerstellen genutzt, die einen geringen Wirkungsgrad haben, viel Holz verbrauchen und Rauchgas in die Häuser und Hütten abgeben.

Im Rahmen des Wiederaufforstungsprojektes wurde bereits eine große Zahl von verbesserten Herden installiert. Da nach wie vor ein beträchtlicher Bedarf an diesen ökologischen, holzsparenden Kochstellen besteht, wurde diese Komponente in das neue Umweltprojekt aufgenommen. Es ist vorgesehen, in diesem Projekt insgesamt 32 holzsparende Herde zu vergeben.

In weiteren Projektphasen wollen wir weiteren Familien die Möglichkeit geben, ökologisch zu kochen und ihr Haushaltbudget zu entlasten.

Auch in dieser Komponente geht es darum, ökologische Zielsetzungen - Verringerung des Holzverbrauchs um ca. 70% und somit Reduzierung der Entwaldung - mit sozialen Zielen - Verbesserung der Lebensbedingungen der Familien (vor allem der Frauen), auch durch geringere Ausgaben für Brennholz - zu kombinieren.

Außerdem gibt es einen gesundheitspolitischen Effekt dadurch, dass der Rauch über einen Schornstein nach Außen geleitet und so die Zahl von Atemwegserkrankungen bei Frauen und Kindern reduziert wird.

Um die Akzeptanz für die Herde noch weiter zu erhöhen und die zukünftigen Nutzer von Anfang an einzubinden, sollen die Familienmitglieder beim Bau anwesend sein und mithelfen.

Zusätzlich finden mit allen Nutzern Informationsveranstaltungen statt, bei denen sie in die richtige Bedienung der Herde eingewiesen werden. Bevor sie die Bauteile erhal-ten, müssen sie sich dazu verpflichten, über einen vereinbarten Zeitraum monatlich Raten für die Nutzung der Öfen zu zahlen. Dieses Prinzip wird bei allen Projekten angewandt, bei denen Sachmittel übergeben werden.