Blog des Eine-Welt-Haus e.V.

Erste Eindrücken in Nicaragua

Erste Eindrücken in Nicaragua

Bruno Dietel - Schulpartnerschaften.

Nach langer Zeit erscheint nun mein erster Blogeintrag hier auf der Seite. Die ersten Monate sind wie im Flug vergangen, dafür sorgten die vielen neuen Eindrücke, Herausforderungen und die abwechslungsreiche Arbeit.

Nach einem langen, aber reibungslosen Flug kamen wir am 1. September 2016 in Nicaragua an. Die ersten Tage verbrachten wir in unseren Gastfamilie und erkundeten San Marcos ein wenig auf eigene Faust. Bald darauf ging es auch schon für drei Wochen in die Sprachschule “Casa Xalteva” in Granada. Dort wurden wir sehr herzlich in wiederum neuen Gastfamilien aufgenommen. Der Kurs war sehr intensiv, unsere Klasse bestand nur aus Fanni und mir und so konnte der Unterricht genau auf uns zugeschnitten werden. Neben neuen Vokabeln und Grammatik lernten wir auch viel über das Land. Am Nachmittag unternahmen wir mit den Lehrern und Schülern der Sprachschule Ausflüge zu nahegelegenen Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel zum Vulkan Masaya, dessen Magma bei Nacht sehr eindrucksvoll leuchtet, oder der Laguna de Apoyo, die als die sauberste Badestelle ganz Nicaraguas gilt. In unserer Freizeit besichtigten wir die schöne, von kolonialer Architektur geprägte Stadt und entdeckten sie für uns.

Am 25. September kehrten wir zurück nach San Marcos. In den folgenden drei Wochen begleitete ich die Schülergruppe der Lobdeburgschule beim Austausch mit ihrer Partnerschule, dem Instituto Juan XXIII. Während dieses Austauschs lernten die Schüler das Land kennen, erfuhren Wissenswertes über die Produktion von Kaffee und Kakao und es wurden - trotz Sprachbarriere - neue Freundschaften geschlossen. Um diese Verbundenheit auszudrücken, wurde in gemeinsamer Anstrengung ein Wandbild im Eingangsbereich des Institutos gemalt. Gegen Ende dieser Zeit begann ich auch meine Arbeit an den Partnerschule im Stadtgebiet von San Marcos. Hier wurde mit dem Englischunterricht begonnen, im Schulgarten gearbeitet und mit Recyclingmaterialien gebastelt.

In mühevoller Arbeit wurde innerhalb von zwei Wochen im Hof der Bibliothek in Dulce Nombre ein Spielplatz aus alten Reifen gebaut. Dabei packten alle mit an, es wurde fleißig geschraubt, gehämmert, gebohrt und gepinselt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wurde von den Kindern mit großer Freude in Empfang genommen.

Die Wochenenden nutzten wir für kleinere Trips in die anderen Teile des Landes. So besuchten wir an einem Wochenende San Juan del Sur, genossen die Tage am Strand und wanderten zur großen Jesus-Statue. Wir fuhren nach Masaya auf den schönen Mercado Artesania oder zum einkaufen nach Jinotepe. Wir besuchten erneut die Lagune und Granada und besichtigten das im Norden gelegene León und seine imposante Kathedrale.

Im Dezember kehrte ein wenig Ruhe ein im Schulpartnerschaftsprojekt, da die meisten Schüler ihre Ferien genossen oder auf den Kaffeeplantagen aushalfen. Wir nutzten auch hier die Zeit, um längere Touren zu unternehmen und so verschlug es uns nach Estelí und Somoto, wo wir an einer Canyon-Tour teilnahmen.

Wir sind bisher sehr zufrieden. Wir wurden sehr gut von unseren Gastfamilien und den Kollegen bei APRODIM aufgenommen und wir fühlen uns wohl. Die Arbeit ist abwechslungsreich und kurzweilig; die Zeit vergeht wie im Flug!

 Bruno.

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