Wasser für Ojoche de Agua

Auf der Basis der Klimapartnerschaft zwischen Jena und San Marcos fördern wir u. a. die  regenerative Energieerzeugung in der Partnerstadt.
Das vorliegende Projekt verbindet dieses Anliegen mit der Etablierung einer nachhaltigen Daseinsvorsorge.

Das Dorf Ojoche de Agua gehört zur Verwaltungseinheit unserer Partnerstadt San Marcos und liegt etwa 25 km vom Stadtkern entfernt in der Trockenzone. Das Dorf hat einen Brunnen, aus dem das Trinkwasser mittels einer strombetriebenen Tauchpumpe gefördert wird.
Da die Stromleitung, welche die Strecke von der Panamericana bis in das Dorf überbrücken muss, durch herabfallende Bäume oder Sturmschäden relativ häufig unterbrochen wird, hat der sandinistische Stadtverordnete des Dorfes - don Cornelio (siehe Foto unten) - bei unserem Partnerverein APRODIM die Installation einer Photovoltaikanlage beantragt.

aktuell Februar 2018:

Liebe Freunde und Unterstützer,

mit großer Freude kann ich Euch berichten, dass das Photovoltaikprojekt in der Gemeinde Ojoche de Agua, die zu unserer nicaraguanischen Partnerstadt San Marcos gehört, nicht nur technisch, sondern nunmehr auch administrativ erfolgreich zu Ende gebracht worden ist: Engagement Global, Hauptfinanzier des Projektes, hat die Abrechnung akzeptiert – bemängelt werden musste nur die leider unzureichende Mitarbeit der Stadtverwaltung von San Marcos.

Zu danken ist neben Engagement Global auch der Stadt Jena, die ca. 30% der Projektsumme beigetragen hat, wie auch unserem OB Dr. Schröter und der Referentin für Städtepartnerschaften Janine Tavangarian, die uns während langer Durststrecken im Projektverlauf unterstützt und Mut gemacht haben.

Heute, zwei Jahre nach Beendigung der Installation der Photovoltaikanlage und der Wasserpumpe, funktioniert das System fehlerfrei und zur Zufriedenheit der Bevölkerung. Das Trinkwasser wird täglich mittels Solarenergie gefördert und in Tanks gespeichert. Da die Wasserpumpe nicht mehr am öffentlichen Stromnetz hängt, zahlt jeder Haushalt im Dorf nur noch 1.000 Cordoba (26,00 Euro) statt vorher 6.000 Cordoba (157,00 Euro) monatlich für den Wasseranschluss.

Wir machen weiter. In den kommenden Jahren fördern wir weitere ökologische Aktivitäten in San Marcos. Darüber informieren wir hier: http://einewelt-jena.de/de/umweltprojekt2017-2020.html#c1838

Wer dieses Projekt unterstützen möchte, findet hier die dazu notwendigen Daten: http://einewelt-jena.de/de/ueber-uns/das-eine-welt-haus-unterstuetzen/spenden.html

Mit herzlichen Grüßen
Dr. Ralf Hedwig
Projektverantwortlicher 

Panoramablick über die Baustelle: links die Halterung für die Solarpaneele, rechts im Hintergrund der Wassertank.

 

 

Das Vorhaben besteht aus folgenden Schritten:

- der Installation von 40 Solarpaneelen mit einer Leistung von 260 Watt;
- Renovierung des vorhandenen Trinkwassertanks
- Bau eines Wasserbeckens mit einem Fassungsvermögen von 40.000 Litern
- Verlegung von Hausanschlüssen
- Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit

Die Finanzierung wurde durch Fördermittel von Engagement Global (90%) und der Stadt Jena (10%), Eigenanteile der Partner in San Marcos und Beiträge der Begünstigten (Sach- und Arbeitsleistungen) sichergestellt.

der Baufortschritt: Juli 2016

der Baufortschritt August 2016 (zum Starten der Diashow auf das Bild klicken)

Januar 2017: Projekt abgeschlossen!!

März 2017: Es ist vollbracht, das Projekt ist abgeschlossen.

Es waren fast zwei Jahre intensiver Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Trotz einiger technischer Schwierigkeiten und monatelanger, politisch verursachter Verzögerungen im Projektablauf wurden alle Arbeiten im Dezember 2016 abgeschlossen und die Photovoltaikanlage an die Dorfgemeinschaft von Ojoche de Agua übergeben.

 

Heute, im Mai 2017, können wir auf sechs Monate zurückblicken, in denen die Trinkwasserversorgung des Dorfes stabil und fehlerfrei, vor allem aber nachhaltig, ohne Verbrauch konventionell erzeugter Energie funktionierte.

Diesen Erfolg verdankten wir der Finanzierung durch Engagement Global im Rahmen des NAKOPA-Programms und durch die Stadt Jena sowie private Spender.

Vor allem aber ist dieser Erfolg dem Oberbürgermeister der Stadt Jena, Dr. Albrecht Schröter, zu verdanken. Sein persönlicher Einsatz, sein Mut-Machen für alle Beteiligten - vor allem aber die vielen, erfolgreichen Gespräche auf verschiedenen politischen Ebenen, die er geführt hat, waren die Garantie dafür, dass das Projekt allen Schwierigkeiten zum Trotz zu einem guten Ende gebracht werden konnte.