Jenaplan-Schule

 

unsere Schulpartnerschaft mit dem Instituto

Wir sind Schülerinnen der Jenaplan-Schule in Jena. Bei uns lernen Schüler jahrgangs- und fächerüber-greifend vom 1.- 13. Jahrgang.

 

Seit 1997 haben Schüler unserer Schule Briefkontakte nach Nicaragua.

  • die Schüler schreiben sich gegenseitig; sie erfahren durch die Briefe, wie das Leben in Nicaragua ist, was die Kinder in der Schule lernen und welche Probleme sie haben;
  • wir organisieren Kuchenbasare, Trödelmärkte und Projektwochen mit dem Thema Nicaragua; so konnten wir viel über das Leben in Nicaragua erfahren;
  • die Schüler unterstützen Projekte in der Partnerschule

Die Partnerschaft zwischen der Jenaplanschule Jena und dem Instituto „Corazón de Jesús“ in Dulce Nombre besteht seit dem Jahr 2002. Seitdem hat es in jedem Jahr einen persönlichen Austausch zwischen den beiden Schulen gegeben, die 3-4 Wochen dauerten und wobei abwechselnd wir nach San Marcos fuhren oder die Nicas zu uns kamen. Zwischen diesen persönlichen Begegnungen wird der Kontakt vor allem über Briefe und E-Mail, seit Kurzem auch über Skype aufrecht erhalten.

In San Marcos wird die Schulpartnerschaft von zwei Mitarbeiterinnen von APRODIM betreut. Daneben hat es in den vergangenen Jahren immer wieder weltwärts-Freiwillige gegeben, die in San Marcos die Schulpartnerschaften betreut haben und dabei insbesondere für den interkulturellen Austausch verantwortlich waren.In Jena ist Teresa Popp Sequeira beim Eine-Welt-Haus insbesondere für die Betreuung der Patenschaften zwischen Schulen und Kindergärten angestellt.
Der Partner im Süden sind die Schüler und Lehrer der Schule „Corazón de Jesús“ im Dorf Dulce Nombre, das zur Verwaltungseinheit von San Marcos gehört. Diese Gemeinde liegt in der sog. Trockenzone der Pazifikregion Nicaraguas, die durch geringe Niederschläge, wenig ergiebige Böden und eine schlechte Infrastruktur gekennzeichnet ist. Die Familien in der Region (ca. 3.000 Bewohner) arbeiten hauptsächlich in der Landwirtschaft und sind dadurch besonders von Klimaschwankungen und Wetterunbilden betroffen, z. B. ging beim Hurrikan Mitch im Jahr 1998 die gesamte Ernte verloren. Erst in den vergangenen Jahren hat sich durch die Anstrengungen der sandinistischen Lokal- und Zentralregierungen z. B. die Verkehrsanbindung der Dörfer verbessert. Diese Verbesserungen versuchten wir zu unterstützen, unter anderem haben wir die Einrichtung einer Dorfbibliothek mitfinanziert.
Diese großen kulturellen und ökonomischen Unterschiede zwischen beiden Städten haben uns in den vergangenen Jahren immer wieder vor große Herausforderungen gestellt. Man muß sich dabei vor Augen halten, dass die nicaraguanischen Schüler einen Brief an ihre deutschen Partner eigentlich nur in der Schule oder der Bibliothek schreiben können, da es in vielen Häusern nicht die notwendigen Bedingungen dafür gibt, und dass ein Brief eine Laufzeit von 1-2 Wochen haben kann. Es ist schwer, einem deutschen Jugendlichen zu vermitteln, wie ein solches Leben ohne Internet und Telefon aussieht. Demzufolge ist es nicht einfach, Aufgaben und Projekte zu finden, die beide Seiten gleichermaßen interessieren und betreffen, aber mit Themen wie Umweltschutz, Kindheit und Jugend oder Lebensplanung ist es uns immer wieder gelungen, eine gemeinsame Basis für den inhaltlichen und persönlichen Austausch zu finden.

Seit zwei Jahren verkaufen wir in unserem Schülercafé einmal pro Woche nur fair gehandelte Produkte wie Säfte und Schokolade. So wollen wir das Bewußtsein unserer Mitschüler schärfen, auch im alltäglichen Einkauf auf solche Produkte zu achten und mit dem Kauf den Menschen für ihre Arbeit einen fairen Preis zahlen.

Andrea Schreiber, Bettina Beyer und Schüler der Nicaragua-Gruppe

Instituto "Arlen Siu" Dulce Nombre