Mosambik

Unsere Kontakte nach Mosambik begannen im Jahr 1991 über einen Pater des Ordens der „Weißen Väter“, der am Priesterseminar in Maputo lehrte, und Padre Ernesto Maguengue, der heute Bischof von Pemba ist.

 unsere Projekte in Mosambik:

  1. Waisenheim
  2. Studienbeihilfen
  3. Neubau eines Kindergartens in Maputo: Dieses Projekt konnten wir Dank der Unterstützung durch zahlreiche Spender, die Capricorn-Stiftung und die Deutsche Botschaft in Mosambik im Jahr 2010 erfolgreich beenden. Lesen Sie mehr hier

 

Arbeitskreis „Mosambik"

Projektverantwortliche: Dr. Dorothea Appenroth

Bankverbindung  

Kontoinhaber: Eine-Welt-Haus e.V.

IBAN: DE 96 830 530 30 00000 30 600 
BIC: HELADEF1JEN      Sparkasse Jena-Saale-Holzland

Verwendungszweck: Mosambik

Waisenheim

Am 20. August 1999 wurde durch den Erzbischof von Maputo (Mosambik), Kardinal Alexandre J. M. dos Santos, in Manhiça, ca. 78 km nördlich der Hauptstadt, ein Haus für Waisenmädchen gegründet. Es trägt den Namen „Menino Jensus“ („Junge Jesus).Das Haus steht unter der Leitung von Ordensschwestern der „Congregação das Irmãs Franciscanas de Nossa Senhora Mãe de África„ (Franziskanische Schwestern Maria Mutter von Afrika). Die verantwortliche Leiterin ist Schwester Rufina Matavele. Gegenwärtig leben dort 34 Mädchen im Alter von 5 bis 18 Jahren.Einige der Mädchen haben ihre Eltern durch AIDS oder andere Krankheiten verloren, andere sind von ihren z. T. alkohol- oder drogenabhängigen Eltern ausgesetzt worden.  

Seit dem Jahr 2000 haben wir in mehreren Kleinprojekten die Kinder in diesem Heim unterstützt. 

  • Bau eines Hühnerstalls, Kauf von 100 Küken zur Aufzucht von Hähnchen
  • Bau einer überdachten Küche
  • Einrichtung eines Saales mit Tischen und Stühlen für die Erledigung der Schularbeiten und als Speiseraum in der Regenzeit
  • Anschaffung von Legehennen

Warum wir Unterstützung geben wollen

  • Die Schwestern sind selbst Mosambikanerinnen und können die Mädchen daher in ihrer eigenen Kultur und Tradition erziehen!

  • Mädchen unterschiedlichen Alters haben einen gemeinsamen Schlafraum. Sie sind eine „Familie“, in der sie entsprechend ihrem Alter Verantwortung füreinander wahrnehmen.

  • Allen Mädchen wird der Schulbesuch ermöglicht, was in dieser ländlichen Region Mosambiks keine Selbstverständlichkeit ist. Zu dem Projekt gehört eine kleine Landwirtschaft mit Feldbau und Geflügelzucht in Eigenverantwortung zweier Mädchen.

  • Alle notwendigen Arbeiten, einschließlich Kochen und Wäsche waschen, werden ohne Hilfskräfte erledigt. Das ist zwar nicht einfach für die Mädchen, bedeutet aber, genau das Erlernen von Geflügelzucht und -verkauf, eine gute Vorbereitung auf das spätere Leben in einer eigenen Familie.

 

2017

Da seit dem Jahr 2010 die Finanzierung der Ausgaben des Waisenhauses durch zwei NOGs drastisch zurückgegangen ist, werden wir auch 2017 nach unseren Möglichkeiten das tägliche Leben im Heim finanziell unterstützen. Derzeit leben 34 Kinder in Manhiça.  

Unser Hauptaugenmerk liegt nach wie vor in der Finanzierung der Ausbildung.

Zélia, Efigénia, Everina und Vanessa sind gegenwärtig in Ausbildung  

Zélia und Efigénia studieren seit 2015 am Instituto "Maria Mãe de Africa" in Maputo Sozialarbeit.
Everina hat im Juli 2016 ihre Ausbildung in Präventivmedizin am Instituto Politécnico Índico in Xai-Xai begonnen.
Vanessa studiert seit 2016 am Instituto Superior de Relações Internacionais (ISRI) in Maputo internationale Beziehungen und Diplomatie.

In diesem Jahr haben Raquiana, Fatima und Margarida mit dem Pharmaziestudium und Francisca mit einer Ausbildung in Krankenhausverwaltung begonnen.

Alle studieren in Xai-Xai. Gegenwärtig planen wir die Renovierung des Hauses, in dem sie untergebracht sind.

Im Mai gab es eine Havarie in der Wasserversorgung. Wir haben eine neue Pumpe installiert. 

2016

 

Gisela und Otília studierten an der One World University http://www.humana.org/Landing-Pages/owu in Changalane Sozialpädagogik (Desenvolvimento comunitário) und Rute Pädagogik. Im März 2016 haben sie ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Eine besondere Freude war es den Tag der Graduierung nicht nur zusammen mit den Schwestern Carolina und Angelina  sondern auch mit dem mittlerweile 98 Jahre alten Kardinal Alexandre, dem Gründer,  im Waisenhaus zusammen mit allen Mädchen zu feiern! 

 

 

Gisela, Otília und Rute nach der feierlichen Exmatrikulation.
Herzlichen Glückwunsch zum Studienabschluß!
Die "Mütter" und Kardinal Alexandre sind stolz auf ihre Schützlinge.
Die Mädchen verstehen zu feiern!
Das Anschneiden der Torte ist eine Zeremonie, die nicht fehlen darf.
Voll Freude und Dankbarkeit beginnen sie ihren neuen Lebensabschnitt.

Unsere Projekte im Jahr 2015 - Fortsetzung der Finanzierung der Ausbildungen

Unsere Projekte mit dem Waisenhaus 2013

Im Jahr 2010 hatten die zwei Organisationen, die das tägliche Leben im Heim finanzieren, ihre Zuwendungen drastisch reduziert. Deshalb konnten nur noch 30 Kinder im Heim leben.                        

Dank weiterer Spendenpatenschaften können seit 2013 wieder mehr Kinder im Heim leben.

Unsere Projekte mit dem Waisenhaus im Jahr 2012

  • Installation von zwei holzsparenden Herden

Gekocht wird in der Küche. Der Rauch wird über Schornsteine abgeleitet. 

  •  Kauf von 50 Legehennen

Die Eier sind sowohl für den Eigenbedarf, als auch für den Verkauf vorgesehen. Es gibt eine rege Nachfrage! Der Verkauf der Eier und die Verwaltung des Geldes liegen in der Verantwortung eines der älteren Mädchen.


Unsere Projekte mit dem Waisenhaus im Jahr 2011

  • Neubau eines Hauses für die älteren Mädchen

Zwei der älteren „grandinhas“, Delfina und Otília haben in diesem Jahr ihr Abitur bestanden HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!! Sie möchten an der Eduardo Mondlane Universität in Maputo Medizin studieren. Drücken wir die Daumen, dass sie im Januar die Aufnahmeprüfung bestehen und einen der heiß begehrten Studienplätze bekommen!!! Das Waisenhaus ist das Zuhause der Mädchen. Natürlich möchten sie gern während der Ferien und später bis zur Gründung einer eigenen Familie hierher kommen können. Sie brauchen dann Räume, in denen sie sich aufhalten und schlafen können. Dafür wollen wir ein Haus als "Übergangswohnung" bzw. Gästehaus für mögliche Praktikanten zu bauen. Andere bedürftige Kinder, die sich freuen, wenn sie an ihrer Stelle im Waisenhaus eine neue Familie finden.
Wir haben schon das Grundstück für unser nächstes gemeinsames Projekt gekauft. Hier soll ein neues Wohnhaus gebaut werden.

Die Kofinanzierung hat die Capricorn Foundation (www.capricorn-foundation.com) übernommen.

  • Sicherung der Wasserversorgung

Dazu müssen ein Wassertank und eine elektrische Pumpe angeschafft und in Funktion gebracht werden. Die Kosten dafür sind 1 360 Euro. Herzlichen Dank an alle Spender!

 

 

  • Bau einer Mauer, um vor Einbrüchen zu schützen

Leider ist die Situation in Mosambik so, dass der Schutz des Hauses durch eine Mauer nötig ist. Die "Capricorn Foundation" hat die Kosten von 2.000 Euro für den Bau übernommen.

Im letzten Jahr gab es trotz Mauer Einbrüche im Waisenhaus.

Daher haben wir uns für die Verstärkung der Mauer um das Haupthaus mit Stacheldraht für ca. 1.600 Euro entschieden.

2014-2017 Maria

Im Juli 2014 hatte Maria ihr Studium Öffentlichem Gesundheitswesen am Instituto Politécnico Indico in Xai-Xai begonnen. Die Graduierung konnte sie im Februar 2017 feiern (mit Schwester Rufina).

2013-2016 Gisela, Otília und Rute

Gisela und Otília studierten an der One World University in Chalangalane Sozialpädagogik (Desenvolvimento comunitário) und Rute Pädagogik. Otília arbeitet seit Juni 2017 an der Katholischen Universität in Maputo.

2014-2016 Teresa

Im September 2016 hat Teresa ihr Pharmaziestudium mit Erfolg abgeschlossen (mit Schwester Carolina). Seit Januar 2017 arbeitet sie in einem Gesundheitszentrum in Maputo.

2012-2014 Helena, Sandra und Virginia

Sie haben an der ADPP (Schule für Lehrer der Zukunft, Ajuda de Desenvolvimento de Povo para o Povo) in Maputo studiert. Seit 2015 sind sie als Lehrerinnen für portugiesische Sprache, Geschichte und Mathematik tätig.

2014-2016 Florentina und Leonor

Sie wurden zu Lehrerinnen ausgebildet. Die Lehrerbildungseinrichtung befindet sich in Namaacha. Beide arbeiten seit 2016 als Lehrerinnen.

2008-2011 Bento Muxlhanga

Von 2008-2011 unterstützten wir das Geologiestudium von Bento Muxlhanga an der staatlichen Universität „Eduardo Mondlane“ in Maputo.
Am 27.März 2012 hat er seinen Arbeitsvertrag unterzeichnet. So können wir uns mit ihm freuen, dass er eine zukunftsträchtige Arbeit gefunden hat! Die Arbeitsbedingungen sind nicht leicht, aber er ist nun in der Lage seine Familie zu ernähren.

2008-2014 Schwester Nelta Mabote

Schwester Nelta hat im Jahr 2008 das Medizinstudium an der Universität "Eduardo Mondlane" in Maputo begonnen. Im Jahr 2014 hat sie das Staatsexamen bestanden. Seit 2016 ist sie als Allgemeinmedizinerin Leiterin des Hospitals "1. Mai" in Maputo tätig.

Projektbesuch März 2010

Mit großer Freude und Genugtuung können wir  feststellen, dass der Kindergarten nun auf eigenen Beinen gehen kann!

DANKE ALLEN SPENDERN!

Das Projekt wurde mit einem Abschlußprotokoll beendet, in dem festgelegt ist, dass der Kindergarten in das Eigentum der Kirchgemeinde übergeht und als „CICAF“ mindestens 5 Jahre weitergeführt wird und in diesem Zeitraum mindestens 15 Kindern aus den ärmsten Familien das „Haus der Familie“ kostenlos besuchen können.

Zur Geschichte des Projektes „HAUS DER FAMILIE“

Im Jahre 2000 erlitt Mosambik eine Flutkatastrophe, die insbesondere den Süden des Landes und Teile der Hauptstadt zerstörte. Um die vielen Menschen, die besonders in den Außenbezirken von Maputo ihre Häu­ser verloren hatten, unterzubringen, wurde die Siedlung Magoanine „C“ in bisher unbewohntem Gebiet geschaffen. Heute, Jahre nach der Flut, besteht hier eine soziale Infrastruktur in Form von Schulen, Krankensta­tionen, einem Zentrum für alte Menschen und einem Markt.

Gegenwärtig wohnen im Stadtbezirk etwa 8.000 Familien, von denen 200 unter der Armutsgrenze von 1$/Tag leben. Es gibt im Stadtbezirk viele Waisenkinder im Alter zwischen 3 und 5 Jahren, deren Eltern an AIDS gestorben oder die von ihren Eltern wegen der großen Armut ausgesetzt worden sind. Bislang fehlen staatliche Institutionen, die sich um diese sozial gefährdeten Kinder kümmern. Um das Schicksal als Straßenkinder zu verhindern, haben 53 Familien insgesamt 74 Kinder bei sich aufge­nommen.

Geraldo Fogueira und Frau Adelaide Mucocane, 36 und 32 Jahre alt, entwickelten aus christlicher Nächstenliebe den Plan, einen kommunalen Kin­dergarten einzurichten. Hier soll Kindern des Bezirkes Magoanine “C” eine Möglich­keit zur ganzheitlichen Entwicklung ermöglicht werden.

Die Mitarbeiter haben dem Kindergarten den Namen CICAF gegeben. Das bedeutet: Kinderzentrum Haus der Familie. Mittlerweile haben wir 33 Kinder aufgenommen. Ich habe zwei Tage mit ihnen verbracht und dabei diese Photos gemacht. Ich denke, man kann gut sehen, dass es den Kindern dort gefällt.

In unserem Projektvertrag haben wir uns dazu verpflichtet, für 3 Jahre finanzielle Unterstützung zu geben.

Die Finanzierung der baulichen Vorhaben wurde von der Deutschen Botschaft in Maputo übernommen.

Die Finanzierung der Einrichtung (Küche, Aufenthaltsraum und Schlafraum) wurde von der Capricorn Foundationübernommen.

Die laufenden Kosten (Gehalt, Energie, Nahrungsmittel) trägt der AK Mosambik des Eine-Welt-Haus e. V. aus privaten Spenden.